Allerheiligenlauf Nordwalde
Bei super Laufwetter (13 Grad, sonnig, kaum Wind) ging es heute beim Allerheiligenlauf in Nordwalde in der Nähe von Münster an den Start. Das Ziel: Eine 18:xx auf 5 km!
Mit 250 Teilnehmern konnte sich das 5 km-Feld für einen “Dorf-Lauf” absolut sehen lassen. An der Startlinie herrschte dann auch das übliche Gedränge – manche werden wohl nie verstehen, dass man sich seinem Leistungsvermögen entsprechend aufstellt – also nicht unbedingt ganz vorne, wenn man maximal 100 Meter mit der Spitze mithalten kann.

Start zum 10km-Lauf
Ich startete aus der zweiten Reihe und ging die ersten Meter bewusst etwas schneller an, um dem Pulk zu entkommen. Die Strecke führte zunächst leicht bergab – ein Geschenk, dass man gerne annimmt. Bei KM 1 zeigte die Uhr 3:38 min., das war etwas schneller als geplant. Jetzt galt es, den Rhythmus zu finden. Auch der zweite KM lief ordentlich, die Beine fühlten sich gut an. Mit 7:34 war ich voll im Plan.
Doch wie so oft sollte die mittlere Rennphase die härteste werden. Hier fällt es mir immer schwer, das Tempo hochzuhalten – wohl vor allem eine Kopfsache, denn einerseits ist die Start-Euphorie verflogen, andererseits ist das Ziel noch zu weit weg, um schon die letzten Körner draufzulegen. Bei KM 3 war ich schon etwas langsamer als geplant, bei KM 4 passierte mir dann ein ärgerlicher Fehler: Ich orientierte mich an der falschen Kilometer-Markierung – nämlich der für den 10er-Lauf. Die eigentliche 4km-Marke kam erst knapp 200 Meter später. Während ich bei der falschen Marke noch unter 15 Minuten lag und entsprechend euphorisch Gas gab, wurde mir dann bei der richtigen 4km-Marke (Zeit ca. 15:25 min) klar, dass es wohl nicht reichen würde für eine 18:xx-Zeit. Ich gab noch mal alles auf dem letzten Kilometer und konnte auch noch 1-2 Läufer aufholen. Die letzten Meter waren die Härtesten: Die 18er-Zeit war dahin, aber einfach ins Ziel traben kam auch nicht in Frage.

Mit Lars vor dem Start
Am Ende standen 19:11 min zu Buche (Platz 15/247, 3. M20) und dementsprechend ein lachendes und ein weinendes Auge: Die persönliche Bestzeit um 6 Sekunden verbessert, aber leider 12 Sekunden zu langsam für das eigentliche Ziel. Trotzdem war es ein schöner Lauf, zumal auch die Schienbeine kaum Probleme machten. Und die 19-Minuten-Schallmauer fällt bestimmt demnächst.
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