Hendrik Auf'mkolk42,195 km Marathon
10.09.2010 • 4 Kommentare

To race or not to race?

Keine 48h mehr bis zum Startschuss beim Münster-Marathon – eigentlich sollte ich mit den Gedanken schon längst an der Startlinie sein. Stattdessen weiß ich leider noch nicht einmal, ob ich Sonntag überhaupt starten kann. Seit Anfang der Woche plagt mich eine Sinusitis, die zwar seit gestern wieder abklingt, aber eben auch noch nicht ganz weg ist.

Und so denke ich momentan eher darüber nach, ob die Zeit bis Sonntag um 9.00 Uhr reicht, um wieder fit zu werden. Und wenn ja, ob mein Ziel noch realistisch ist, oder ob es vielleicht vernünftiger wäre, auf das “Heimspiel” zu verzichten und stattdessen in Bremen, Köln oder Essen zu starten.

Dazwischen mischt sich immer wieder der Ärger über die Situation – wochenlang trainiere ich am Limit, völlig ohne Wehwehchen oder gar Verletzungen, und ausgerechnet in der Tapering-Phase eine Woche vor dem Rennen streckt mich eine simple Erkältung nieder. Aber Jammern nützt natürlich nichts, und es gehört zum (Marathon-)Sport dazu, dass man es manchmal eben nicht einmal bis zur Startlinie schafft. Entscheiden werden ich wohl erst morgen Nachmittag und je nachdem, wie ich mich bei ein paar letzten Testkilometern fühle.

Falls Daumen zur Hand sind, dürfen die gerne gedrückt werden…

29.08.2010 • 4 Kommentare

Countdown für Münster

Nur noch zwei Wochen bis zum Saisonhighlight! In den letzten zehn Wochen habe ich so viel und intensiv trainiert wie nie zuvor. Rund 450 Laufkilometer sind dabei allein im August zusammengekommen. Die sind natürlich nicht ganz spurlos an mir vorüber gegangen. Ich fühle mich körperlich und auch mental ziemlich ausgelaugt. Auf einmal sind schon 8 km im MRT anstrengend und der Kopf beginnt zu zweifeln. Aber Zweifel und Fragezeichen gehören zum Marathon dazu und es wäre wohl eher alarmierend, wenn die Beine jetzt noch frisch wären.

Heute habe ich die letzte lange Einheit hinter mich gebracht: 35 km mit Endbeschleunigung auf 4:00 min/km (Gesamtschnitt 4:44 min/km). Das lief nochmal richtig gut und war somit ein schöner Abschluss einer eigentlich rund um gelungenen Vorbereitung.

Jetzt folgen zwei relativ ruhige Wochen und dann stehe ich am 12. September hoffentlich ausgeruht und fit an der Startlinie!

“We are different, in essence, from other men. If you want to win something, run 100 meters. If you want to experience something, run a marathon.” (Emil Zatopek)

15.08.2010 • 4 Kommentare

Halbmarathon Marienfeld

Auch einen Tag danach weiß ich noch nicht so ganz, was ich von meiner Leistung beim Halbmarathon in Marienfeld halten soll. Klar, 1:21:49 h, neue Bestzeit und ein dritter Platz in der Gesamtwertung hören sich erst einmal gut an. Andererseits hatte ich mir schon erhofft, näher an die 1:20 heranzukommen.

Schon vor dem Start lief es anders als geplant: Verspätung im ÖPNV, Hektik, schließlich mit dem Taxi von Gütersloh nach Marienfeld. Dort machte kurz vor dem Start die Batterie vom Forerunner schlapp, natürlich ohne Vorwarnung. Zum Glück lieh mir dann Olaf seine Uhr (nochmal vielen Dank!), so dass ich unterwegs zumindest KM-Splits stoppen konnte. Kurz nach dem Startschuss war dann auch klar, dass ich die 21 Kilometer allein durch die menschenleere Feldlandschaft laufen würde: Philipp Kaldewei vom LV Oelde machte vorne zusammen mit einem Kollegen die Pace, gerade noch in Sichtweite dahinter lief ich, danach das große Nichts. So wurde es spätestens nach 10 km (38:05) zu einem sehr einsamen Rennen und es kostete mich einiges an Willen, das Tempo hoch zu halten. Meine Kilometersplits schwankten zwischen 3:40 und 3:58. Kein Wunder, die Strecke war u.a. mit einem 180°-Wendepunkt und einem 2x zu überquerenden Bahnübergang mit Doppelgitter-Schikanen (!) garniert (ansonsten war die Veranstaltung aber vorbildlich organisiert). Nach 400 Trainingskilometern in den letzten 30 Tagen fehlte am Ende dann auch die Kraft für einen echten Schlussspurt.

Alles in allem sollte ich also wohl wirklich zufrieden sein. Schließlich läuft die Vorbereitung für den Münster-Marathon in vier Wochen nahezu perfekt. Und das ist, was zählt!

11.08.2010 • 4 Kommentare

Weihnachten im August

So fühlte es sich jedenfalls an, als der Postbote heute das Ausrüster-Paket von Brooks brachte. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an Andreas Duck und das Brooks-Team!

Perfekt ausgestattet und hochmotiviert geht es jetzt also in die letzten gut vier Wochen bis zum Münster-Marathon. Die letzten zwei Wochen in Südfrankreich liefen optimal und ich konnte fast alle Einheiten wie geplant umsetzen. Das Training im “bergigen” Gelände bei sonnigen Temperaturen (28-34 Grad) war ein guter, weil ungewohnter Trainingsreiz. Vor allem bin ich froh, dass mein Körper die höheren Umfänge ohne Verletzungen toleriert. Marathonvorbereitung ist immer auch ein schmaler Grad zwischen Grenzbelastung und Übertraining. Bis zum 12. September stehen jetzt noch drei kilometerintensive Wochen auf dem Programm, danach heißt es regenerieren, um am “Tag X” die Bestleistung abrufen zu können.

Am kommenden Wochenende starte ich zum Formtest erst einmal über die halbe Distanz. Da ich aus dem vollen Training laufe, werden wohl keine Wunderdinge drin sein; wenn ich die Zeit vom New York Halbmarathon im März (1:22:22) verbessern kann, wäre ich schon zufrieden!

30.07.2010 • 4 Kommentare

Trainingslager in Frankreich

Noch gut 6 Wochen bis zum Münster-Marathon, d.h. die wichtigste Phase der Vorbereitung läuft. Was als Urlaub geplant war, ist deshalb zum “Trainingslager” geworden. Hier in Südfrankreich findet man ziemlich optimale Trainingsbedingungen und vor allem viel Abwechslung zum Trainingsalltag in Münster. Die Laufstrecken sind anspruchsvoller, weil mit viel mehr Höhenmetern gespickt, und bieten tolle Ausblicke auf das Mittelmeer.

Gestern bin ich mit dem Rennrad eine Tagestour nach Cannes & zurück gefahren, rund 170 Kilometer mit einigen Steigungen am Esterel-Massiv. Bei 34 Grad durchaus herausfordernd. Den Ruhetag heute habe ich mir deshalb verdient, bevor in den kommenden Tagen nochmal (Lauf)kilometer-Sammeln ansteht.