Gestern ging es für mich nach Ascheberg/Herbern im tiefsten Westfalen zum Westerwinkellauf über 10 km. Die Strecke führte zum größten Teil über Waldwege und war aufgrund des vielen Regens in den vergangenen Tagen ziemlich aufgeweicht. An einigen Stellen hatte das schon fast Cross-Charakter. Zudem gab es einen 180-Wendepunkt – also eigentlich nicht gerade traumhafte Voraussetzungen für eine neue Bestzeit.
Aber die letzten Trainingswochen waren sehr gut gelaufen und die Form zeigte ganz klar nach oben, also warum nicht mal etwas riskieren. Ich ging das Rennen deshalb ziemlich flott an (7:10 min für die ersten 2 km). Kilometer 5 passierte ich nach 18:40 min und damit war klar, dass es eine 37er-Zeit werden würde, wenn ich das Tempo auch nur einigermaßen würde halten können. Auf der zweiten Rennhälfte lief ich mit zwei anderen Läufern in einer Gruppe, in der wir uns mit der Tempoarbeit abwechselten. Nach einem anstrengendem Anstieg bei Kilometer 9 fehlte mir zwar etwas die Kraft für einen richtig schnellen Schlussspurt, aber mit 37:34 min war ich mehr als zufrieden – Bestzeit um fast eine Minute verbessert!
Jetzt bin ich gespannt, was bei den Westfälischen Crossmeisterschaften am 21.11. drin ist!
Der Oktober ist vorbei und das Fazit in Sachen Training fällt absolut positiv aus: 245 km Laufen entsprechen rund 60 km pro Woche, das ist ein deutlicher Schritt nach vorne. Dazu kam noch eine kurze Radausfahrt über 50 km und im Schwimmbad habe ich mich auch mal wieder blicken lassen. Vor allem aber freue ich mich darüber, dass die Umfangsteigerung verletzungsfrei war. Auch die Motivation leidet bisher nicht unter den höheren Umfängen – im Gegenteil!
Oktober 2009 - 245 km gesamt, 20:04 h reine Laufzeit
Im November werden es wohl wieder etwas weniger Kilometer werden, denn vor dem Westerwinkellauf am 7. und den Westfälischen Crossmeisterschaften am 21. November werde ich das Training jeweils etwas runterfahren. Für Dezember habe ich einen Ruhemonat mit verstärktem Alternativtraining eingeplant. Zu meiner Jahresplanung 2010 schreibe ich dann morgen noch ausführlich etwas.
Ryan Hall beim Boston Marathon 2009 (Foto: Mikenan1 via flickr)
Am Sonntag steht in New York das letzte Marathon-Highlight in diesem Jahr an. Vor allem das Elitefeld der Männer ist bei der 40. Auflage der Traditionsveranstaltung so stark besetzt wie lange nicht mehr. Zwar musste mit Martin Lel einer der Top-Favoriten verletzungsbedingt absagen, dennoch kämpft mit Jaouad Gharib, Patrick Makau, James Kwambai, Titelverteidiger Marilson Gomes dos Santos und US-Hoffnung Ryan Hall die Crème de la Crème der Szene um den Titel. Dazu kommen mit Boston-Seriensieger Robert Kipkoech Cheruiyot und dem Südafrikaner Hendrick Ramaala zwei weitere große Namen, die aber wohl nicht mehr an ihrere früheren Erfolge anknüpfen können.
Das Frauenfeld ist nach fünf (!) Absagen nicht ganz so spektakulär. Hier dürfte Weltrekordlerin Paula Radcliffe unter normalen Umständen ihren vierten Sieg in New York einfahren. Allerdings war Radcliffe in diesem Jahr von Verletzungen geplagt und es bleibt abzuwarten, in welcher Verfassung sie sich am Sonntag präsentiert. Hinter ihr lauern Salina Kosgei, die im April mit einem starken Finish in Boston gewann, und die Japanerin Yuri Kano, die wohl nur Aussenseiterchancen hat.
Das Rennen wird von Universalsports ab 15 Uhr deutscher Zeit per Live-Stream übertragen. Außerdem übertragen Eurosport bzw. Eurosport 2.
Was ist des Läufers liebster Alternativsport? Klar, Laufschuh-Shopping! Der Adizero Adios stand schon lange auf meiner Einkaufsliste. Nicht, weil Haile Gebrselassie darin seinen Marathon-Weltrekord gelaufen ist. Auch nicht, weil das Design perfekt zum 42195BLOG passt. Hauptgrund war, dass der Adios eine Weiterentwicklung des Adizero LT ist, meinem bisherigen Lieblingsschuh. Der Adios bringt mit 211 g zwar ein paar Gramm mehr auf die Waage, ist aber auch besser gedämpft und damit eine gute Ergänzung zum doch sehr minimalistischen LT.
Die ersten 18 Kilometer im Adios haben meine Erwartungen absolut erfüllt: Die Passform ist genau wie beim LT perfekt (jedenfalls für meine recht schmalen Füße), das Laufgefühl ist direkt und die Dämpfung komfortabel, aber nicht zu weich.
Damit steht mein Schuh-Lineup für das Wintertraining: Den NB 827 für lange Einheiten und Waldläufe, den LT für’s Intervall-Training und den Adios für alle übrigen Einheiten.
Musikalisch ist der Song sicherlich Geschmackssache, aber der Text passt einfach zu gut:
We are always running for the thrill of it thrill of it
Always pushing up the hill searching for the thrill of it
On and on and on we are calling out and out again
Never looking down I’m just in awe of what’s in front of me