Zur Vorbereitung auf einen Marathon gehört auch das Experimentieren mit verschiedenen Sportgetränken und Gels, denn die Versorgung mit Flüssigkeit, Nähr- und Mineralstoffen ist ein nicht zu unterschätzender Erfolgsfaktor. In den letzten Wochen habe ich das Starter-Paket von Vitargo getestet, hier sind meine Eindrücke:

Die Vitargo-Produkte kommen aus Schweden und basieren auf extrem langkettigen Kohlenhydraten, die aus Gerstenstärke gewonnen werden. Das soll eine hohe Magenverträglichkeit und eine besonders schnelle Nährstoff-Aufnahme ermöglichen. Es gibt sie in Pulverform zum Selbstmischen und fertiggemischt in Flaschen.

Besonders gut gefallen hat mir das Carboloader-Pulver. Der 75g-Beutel wird in 800-1000 ml Wasser aufgelöst. Die Löslichkeit ist etwas schlechter als bei anderen Pulvern, was auf die langkettigen und damit großen Kohlenhydratmoleküle zurückzuführen ist. Mit dem Shaker, der Teil des Starter-Pakets ist, klappt das Mischen aber sehr gut. Eine 1000 ml Carboloader-Mischung hat einen Kohlenhydratgehalt von 69g und liegt damit genau im Bereich von 6-8% Nährstoffkonzentration, bei dem der Körper die Kohlenhydrate am schnellsten aufnimmt. Der Orangen-Geschmack des Carboloaders ist natürlich Geschmackssache (mir gefällt er sehr gut), in jedem Fall ist er deutlich weniger süß als viele andere Produkte. Auch die beworbene hohe Magenverträglichkeit kann ich bestätigen – trotz des hohen Nährstoffgehalts hat man nie ein Völlgefühl. Den Carboloader gibt es auch in einer Variante mit Elektrolyten (Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium).

Der trinkfertige Carboloader hat mir dagegen nicht zugesagt. Er ist konzentrierter (65g/500 ml) und dadurch auch deutlich dickflüssiger. Außerdem ist zumindest die Geschmacksrichtung Lemon überhaupt nicht mein Fall.

Vitargo bietet zudem eine Reihe verschiedener Riegel an. Am besten gefallen hat mir der EnergiKakan, der auf ausschließlich pflanzlichen Inhaltsstoffen basiert und tatsächlich nicht so künstlich schmeckt wie die meisten Energieriegel. Ein Vitargo-Gel gibt es (noch) nicht. Es wird aber gerade entwickelt und soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.

Fazit
Die Vitargo-Produkte sind sicher nicht die günstigsten, aber das Preis-/Leistungsverhältnis ist durchaus konkurrenzfähig. Vor allem der Carboloader hat mich überzeugt und löst bei mir den UltraBuffer als Lieblings-Sportgetränk ab. Ich trinke ihn bei allen langen Einheiten und Wettkämpfen. Und ich bin gespannt auf das Gel!


Hailes Schuhe

29.10.2009  •  Ausrüstung

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Was ist des Läufers liebster Alternativsport? Klar, Laufschuh-Shopping! Der Adizero Adios stand schon lange auf meiner Einkaufsliste. Nicht, weil Haile Gebrselassie darin seinen Marathon-Weltrekord gelaufen ist. Auch nicht, weil das Design perfekt zum 42195BLOG passt. Hauptgrund war, dass der Adios eine Weiterentwicklung des Adizero LT ist, meinem bisherigen Lieblingsschuh. Der Adios bringt mit 211 g zwar ein paar Gramm mehr auf die Waage, ist aber auch besser gedämpft und damit eine gute Ergänzung zum doch sehr minimalistischen LT.

Die ersten 18 Kilometer im Adios haben meine Erwartungen absolut erfüllt: Die Passform ist genau wie beim LT perfekt (jedenfalls für meine recht schmalen Füße), das Laufgefühl ist direkt und die Dämpfung komfortabel, aber nicht zu weich.

Damit steht mein Schuh-Lineup für das Wintertraining: Den NB 827 für lange Einheiten und Waldläufe, den LT für’s Intervall-Training und den Adios für alle übrigen Einheiten.


Neues Spielzeug

07.10.2009  •  Ausrüstung

3

Nach der 150 km-Radtour im Sommer stand für mich fest, mir über kurz oder lang ein Rad zuzulegen, um das Lauftraining gelegentlich mit einigen Radeinheiten aufzulockern.

Speedbike vor Münsterland-Kulisse

Mein Speedbike vor Münsterland-Kulisse

Ich habe lange überlegt, ob ich nicht zum Rennrad greifen soll, meine Wahl fiel dann aber letztlich auf ein sogenanntes Speedbike. Das hat zwar viele Rennradteile, ist mit etwas breiteren Reifen und geradem Lenker aber alltagstauglicher.


Tchibo hat diese Woche mal wieder Laufbekleidung und Zubehör im Angebot. Einige der Produkte wurden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln entwickelt.

Vor allem die Thermo-Jacke (17,99) und -Longtight (10,99) machen einen guten Eindruck und sind vom Preis-Leistungsverhältnis wohl kaum zu schlagen. Ich werde mir die Sachen morgen mal ansehen.

Update:
Habe dann gleich dreimal zugeschlagen; die Longtight ist super geschnitten und zu dem Preis ein absoluter Pflichtkauf. Die Jacke ist ziemlich warm, also eher was für die richtig kalten Wochen. Gleiches gilt für den Kälteschutzkragen. Minusgrade, ihr könnt kommen!

Tchibo-Laufsachen Herbst/Winter 2009


Bislang hat Mika Timing mit dem Champion-Chip ein Quasi-Monopol in Sachen Zeitmessung – doch das könnte sich ändern. Mit dem sogenannten D-Tag schickt sich das amerikanische Unternehmen Chronotrack an, dem Marktführer Konkurrenz zu machen. In den USA sind bereits eine Reihe größerer Veranstalter umgestiegen; so kommt das D-Tag z.B. beim San Francisco Marathon und im November erstmals auch beim New York City Marathon zum Einsatz. Auf dieser Seite des Atlantiks ist das System noch relativ unbekannt – viele dürften beim Venloop in Venlo (NL) im März 2010 ihre ersten Erfahrungen damit machen.

Das D-Tag ist ein Streifen aus flexiblem Plastik mit integriertem RFID-Chip, die sich leicht am Schuh befestigen lässt. Die Netto-Zeit eines Athleten wird an verschiedenen Streckenpunkten durch Überlaufen einer Matte drahtlos gemessen. Im Unterschied zu anderen Systemen ist das D-Tag aber eine Einweg-Lösung – damit entfällt die Chip-Rückgabe.

Bleibt abzuwarten, ob sich das System auch in Europa durchsetzen wird. Aber Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft.


New Balance verschenkt insgesamt 100 Paar Laufschuhe an die Läufer, die ihre Zielzeit beim 36. Berlin Marathon am genauesten vorhersagen. Wer nicht in Berlin startet, kann trotzdem mitmachen und die Zeit des 100. Läufers im Ziel tippen. Kleiner Tipp: Einfach mal in die Ergebnislisten der letzten Jahre schauen, dann fällt das Schätzen leichter. Teilnahmeschluss ist der 19. September.