Hendrik Auf'mkolk42,195 km Marathon
07.01.2011 • 6 Kommentare

Test: Polar FT80

Ich hatte in den letzten Wochen Gelegenheit, für Joggen-Online die Polar FT80 zu testen. Hier ist mein Erfahrungsbericht:

Lieferumfang
Die Polar FT80 kommt in einem schicken Karton mit Textil-Brustgurt und dem „Flowlink“, einem USB-Gerät zur drahtlosen Übertragung von Trainingsdaten auf den PC (oder Mac). Außerdem liegt eine gedruckte, recht ausführliche Bedienungsanleitung bei.

Design und Ergonomie
Die FT80 ist optisch eine der ansprechendsten Fitness-Uhren auf dem Markt – das minimalistische Design und das schwarze Display lassen die Uhr hochwertig wirken und machen sie absolut Büro-tauglich. Das Display ist leider zugleich der größte Schwachpunkt: Der Kontrast ist bei weitem nicht so gut wie auf den Produktfotos und die kleine Schrift lässt sich nur sehr schwer ablesen. Ohne Hintergrundbeleuchtung ist kaum etwas zu erkennen, und selbst mit eingeschalteter Beleuchtung muss man schon sehr genau hinsehen. Für eine Sport-Uhr eigentlich ein echtes KO-Kriterium – wer sich für das Gerät interessiert, sollte es sich daher unbedingt vor dem Kauf im Laden ansehen.
Die Uhr besitzt fünf seitliche Tasten, die allerdings recht schwergängig sind und kaum Feedback geben – so muss man sich stets mit einem Blick auf das Display versichern, dass man die Taste erfolgreich gedrückt hat. Da wiegt die schlechte Lesbarkeit des Displays doppelt schwer.
Der Brustgurt („WearLink“) ist bereits von anderen Polar-Uhren bekannt. Er lässt sich stufenlos verstellen und hat einen hervorragenden Tragekomfort. Der Pulssensor sendet die Daten codiert zur Uhr und stellt so sicher, dass man nicht die Herzfrequenz anderer Sportler in der Umgebung angezeigt bekommt. Wer häufiger in der Gruppe läuft (oder bei einem großen Marathon) wird das zu schätzen wissen.
Pluspunkt: Die Batterie der Uhr lässt sich ganz einfach selbst wechseln.

Funktionen
Bei der ersten Verwendung fragt die FT80 u.a. Gewicht, Größe, Geschlecht und Alter ab. Außerdem ermittelt die Uhr mittels eines „Fitness-Tests“ anhand des Ruhepulses den sogenannten „OwnIndex“. Dieser soll in etwa dem VO2-max-Wert entsprechen. Über die Genauigkeit kann ich nur spekulieren (mir erscheint der angezeigte Wert deutlich zu hoch), aber Zweifel sind sicherlich angebracht.
Aus den Daten errechnet die FT80 auf Wunsch ein Trainingsprogramm für die nächste Woche mit Zeit- und Intensitätsvorgaben. Nach einer Trainingseinheit und jeweils am Ende der Woche zeigt die Uhr u.a. an, ob die Trainingsziele erreicht wurden. Das Trainingsprogramm passt sich anschließend entsprechend an.
Natürlich lässt sich die FT80 auch als ganz normale Laufuhr mit Herfrequenz-Messer nutzen. Wie bei Polar zu erwarten, liegen die Stärken aber ganz klar in den Herzfrequenz-basierten Funktionen.
Mithilfe des „Flowlink“ kommen die Trainingsdaten drahtlos auf den Rechner. Sie können dort allerdings nicht ohne weiteres angezeigt werden, sondern müssen erst auf polarpersonaltrainer.com hochgeladen werden. Das mag man aus Datenschutz-Gründen fragwürdig finden, vor allem ist aber lästig, einen wesentlichen Teil der Funktionalität nur über die Website des Herstellers nutzen zu können (einzelne Übungen lassen sich z.B. nur dort anlegen und auf die Uhr übertragen).

Fazit
Die Polar FT80 sieht zwar richtig gut aus, kann als Uhr für (fortgeschrittene) Läufer aber nur bedingt überzeugen. Wem es nicht primär um Kalorienverbrennung und Herzfrequenz geht, der wird vor allem Wert auf leichte Ables- und Bedienbarkeit und einfache Auswertung der Trainingsdaten legen. Gerade in diesen Punkten enttäuscht die FT80 aber.
Wertung: 3 von 5 Sternen

10.02.2010 • 4 Kommentare

Test: Vitargo Starter-Paket

Zur Vorbereitung auf einen Marathon gehört auch das Experimentieren mit verschiedenen Sportgetränken und Gels, denn die Versorgung mit Flüssigkeit, Nähr- und Mineralstoffen ist ein nicht zu unterschätzender Erfolgsfaktor. In den letzten Wochen habe ich das Starter-Paket von Vitargo getestet, hier sind meine Eindrücke:

Die Vitargo-Produkte kommen aus Schweden und basieren auf extrem langkettigen Kohlenhydraten, die aus Gerstenstärke gewonnen werden. Das soll eine hohe Magenverträglichkeit und eine besonders schnelle Nährstoff-Aufnahme ermöglichen. Es gibt sie in Pulverform zum Selbstmischen und fertiggemischt in Flaschen.

Besonders gut gefallen hat mir das Carboloader-Pulver. Der 75g-Beutel wird in 800-1000 ml Wasser aufgelöst. Die Löslichkeit ist etwas schlechter als bei anderen Pulvern, was auf die langkettigen und damit großen Kohlenhydratmoleküle zurückzuführen ist. Mit dem Shaker, der Teil des Starter-Pakets ist, klappt das Mischen aber sehr gut. Eine 1000 ml Carboloader-Mischung hat einen Kohlenhydratgehalt von 69g und liegt damit genau im Bereich von 6-8% Nährstoffkonzentration, bei dem der Körper die Kohlenhydrate am schnellsten aufnimmt. Der Orangen-Geschmack des Carboloaders ist natürlich Geschmackssache (mir gefällt er sehr gut), in jedem Fall ist er deutlich weniger süß als viele andere Produkte. Auch die beworbene hohe Magenverträglichkeit kann ich bestätigen – trotz des hohen Nährstoffgehalts hat man nie ein Völlgefühl. Den Carboloader gibt es auch in einer Variante mit Elektrolyten (Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium).

Der trinkfertige Carboloader hat mir dagegen nicht zugesagt. Er ist konzentrierter (65g/500 ml) und dadurch auch deutlich dickflüssiger. Außerdem ist zumindest die Geschmacksrichtung Lemon überhaupt nicht mein Fall.

Vitargo bietet zudem eine Reihe verschiedener Riegel an. Am besten gefallen hat mir der EnergiKakan, der auf ausschließlich pflanzlichen Inhaltsstoffen basiert und tatsächlich nicht so künstlich schmeckt wie die meisten Energieriegel. Ein Vitargo-Gel gibt es (noch) nicht. Es wird aber gerade entwickelt und soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.

Fazit
Die Vitargo-Produkte sind sicher nicht die günstigsten, aber das Preis-/Leistungsverhältnis ist durchaus konkurrenzfähig. Vor allem der Carboloader hat mich überzeugt und löst bei mir den UltraBuffer als Lieblings-Sportgetränk ab. Ich trinke ihn bei allen langen Einheiten und Wettkämpfen. Und ich bin gespannt auf das Gel!

29.10.2009 • 1 Kommentar

Hailes Schuhe

Was ist des Läufers liebster Alternativsport? Klar, Laufschuh-Shopping! Der Adizero Adios stand schon lange auf meiner Einkaufsliste. Nicht, weil Haile Gebrselassie darin seinen Marathon-Weltrekord gelaufen ist. Auch nicht, weil das Design perfekt zum 42195BLOG passt. Hauptgrund war, dass der Adios eine Weiterentwicklung des Adizero LT ist, meinem bisherigen Lieblingsschuh. Der Adios bringt mit 211 g zwar ein paar Gramm mehr auf die Waage, ist aber auch besser gedämpft und damit eine gute Ergänzung zum doch sehr minimalistischen LT.

Die ersten 18 Kilometer im Adios haben meine Erwartungen absolut erfüllt: Die Passform ist genau wie beim LT perfekt (jedenfalls für meine recht schmalen Füße), das Laufgefühl ist direkt und die Dämpfung komfortabel, aber nicht zu weich.

Damit steht mein Schuh-Lineup für das Wintertraining: Den NB 827 für lange Einheiten und Waldläufe, den LT für’s Intervall-Training und den Adios für alle übrigen Einheiten.

07.10.2009 • 1 Kommentar

Neues Spielzeug

Nach der 150 km-Radtour im Sommer stand für mich fest, mir über kurz oder lang ein Rad zuzulegen, um das Lauftraining gelegentlich mit einigen Radeinheiten aufzulockern.

Speedbike vor Münsterland-Kulisse

Mein Speedbike vor Münsterland-Kulisse

Ich habe lange überlegt, ob ich nicht zum Rennrad greifen soll, meine Wahl fiel dann aber letztlich auf ein sogenanntes Speedbike. Das hat zwar viele Rennradteile, ist mit etwas breiteren Reifen und geradem Lenker aber alltagstauglicher.

05.10.2009 • 1 Kommentar

Tipp: Laufsachen bei Tchibo (Update)

Tchibo hat diese Woche mal wieder Laufbekleidung und Zubehör im Angebot. Einige der Produkte wurden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln entwickelt.

Vor allem die Thermo-Jacke (17,99) und -Longtight (10,99) machen einen guten Eindruck und sind vom Preis-Leistungsverhältnis wohl kaum zu schlagen. Ich werde mir die Sachen morgen mal ansehen.

Update:
Habe dann gleich dreimal zugeschlagen; die Longtight ist super geschnitten und zu dem Preis ein absoluter Pflichtkauf. Die Jacke ist ziemlich warm, also eher was für die richtig kalten Wochen. Gleiches gilt für den Kälteschutzkragen. Minusgrade, ihr könnt kommen!

Tchibo-Laufsachen Herbst/Winter 2009