Freerunning
Warum nicht mal die angestammte Runde durch den Park mit einer etwas spannenderen Trainingseinheit ersetzen? Diese Jungs zeigen, wie’s geht:
Nachmachen auf eigene Gefahr, ist ja klar!
Via Ole Reißmann.
Warum nicht mal die angestammte Runde durch den Park mit einer etwas spannenderen Trainingseinheit ersetzen? Diese Jungs zeigen, wie’s geht:
Nachmachen auf eigene Gefahr, ist ja klar!
Via Ole Reißmann.
Ohne die Weltrekordlerin Paula Radcliffe, ohne die Weltjahresbeste Irina Mikitenko und auch ohne die Titelverteidigerin Catherine Ndereba fand heute der Weltmeisterschafts-Marathon der Frauen in Berlin statt. Trotzdem versprach das Rennen Spannung: Wie schlägt sich das dezimierte deutsche Team? Und wer würde am besten mit den hohen Temperaturen zur Mittagszeit zurecht kommen (gestartet wurde mit Rücksicht auf die TV-Quote in Japan erst um 11:15 Uhr)?
Überraschenderweise nicht die Afrikannerinen, sondern Läuferinnen aus Asien. Die erst zwanzigjährige und bis dato ziemlich unbekannte Chinesin Xue Bai setzte sich in 2:25:15 vor Yoshimi Ozaki aus Japan durch. Auf den Plätzen 4 und 5 folgten zwei weitere Chinesinnen. Dire Tune aus Äthiopien, zweite beim Boston Marathon Ende April, kam erst auf Rang 23 ins Ziel.

Sabrina Mockenhaupt beim WM-Marathon 2009 in Berlin (Foto: no via flickr)
Susanne Hahn schien vor allem auf den ersten Kilometern Probleme zu haben, ihren Rhythmus zu finden. In 2:38:39 h lief sie am Ende auf den 34. Platz. Die beiden anderen deutschen Läuferinnen kamen nicht ins Ziel: Luminita Zaituc schied mit Seitenstichen aus; Ulrike Maisch biss sich zwar lange durch, musste dann aber ebenfalls kapitulieren. Sie war ja erst kurzfristig als Ersatz für Irina Mikitenko eingesprungen.
Schwierigkeiten hatte auch Kara Goucher. Die Amerikanerin lief – wie Mockenhaupt – in Berlin erst ihren dritten Marathon, galt aber mit ihren dritten Plätzen in New York 2008 und Boston 2009 durchaus als Medaillen-Kandidatin. Sie hatte jedoch schon früh mit Magenproblemen zu kämpfen, konnte deshalb kaum Flüssigkeit aufnehmen und fiel vor der letzten Runde aus der Spitzengruppe heraus. “Ich habe versucht, weiter positiv zu denken, aber ich wusste dass eine Medaille definitiv nicht drin war”, sagte Goucher nach dem Rennen, das sie als zehnte beendete. Nach der nun geplanten Babypause wird sie wohl erst 2011 wieder auf die Marathon-Bühne zurückkehren.
The Spirit of the Marathon – so heißt ein wunderbarer Dokumentar-Film aus den USA. Er zeigt neben einigen historischen Szenen vor allem sechs ganz unterschiedliche Läufer auf ihrem Weg zum Chicago-Marathon 2005. Darunter zwei Debütantinnen, ein ambitionierter Amateur und mit Deena Kastor und Daniel Njenga auch zwei Profis. 90 Minuten geballte Motivation für Marathonläufer und tolles Anschauungsmaterial für die, die es noch werden wollen.
Leider gibt es den Film in Deutschland bisher nicht bei Amazon & Co zu kaufen. Bei eBay finden sich aber einige Angebote aus den USA. Im Herbst soll es auch Kinovorstellungen in Europa geben.
Stell dir vor, es ist WM, und keiner bekommt es mit! Morgen beginnen in Berlin die Leichathletik-Weltmeisterschaften, doch die breite Öffentlichkeit scheint sich bisher kaum dafür zu interessieren. Vielleicht ändert sich das ja, sobald die Wettkämpfe beginnen. Hier eine Übersicht der Finals in den Laufwettbewerben und wo man sie live zu sehen bekommt:
Paula Radcliffe hat heute angekündigt, beim New York Halbmarathon am Sonntag zu starten. Das ist zum einen bemerkenswert, weil bis zuletzt unklar war, wo die Marathon-Weltrekordhalterin nach ihrem Bruch im Fuß Anfang des Jahres derzeit steht.

Radcliffe beim New York Marathon 2008 (Foto: eugene via flickr)
Zum anderen kommt ihr Start in New York auch deshalb überraschend, weil nur eine Woche später der WM-Marathon in Berlin stattfindet. Der war Radcliffes eigentliches Ziel und ist es offenbar immer noch:
Nach dem Rennen in New York werde ich mich mit meinen Trainer- und Ärzteteams beraten und endgültig entscheiden, ob ich den Marathon in Berlin laufen kann. Ich hoffe wirklich, dort antreten zu können.
Radcliffe in der Pressemeldung der NYRR
Bleibt abzuwarten, ob Paula in New York um den Sieg mitlaufen kann und will oder es nur ein Testlauf für Berlin wird. Aber selbst dann lohnt es sich, den NYC-Halbmarathon zu verfolgen: Mit Ryan Hall, Deena Kastor und Catherine Ndereba haben weitere große Namen ihren Start angekündigt. Das Rennen wird am Sonntag, 16. August zwischen 13:00 und 14:30 Uhr deutscher Zeit live auf nyrr.org übertragen.