Nur noch zwei Wochen bis zum Saisonhighlight! In den letzten zehn Wochen habe ich so viel und intensiv trainiert wie nie zuvor. Rund 450 Laufkilometer sind dabei allein im August zusammengekommen. Die sind natürlich nicht ganz spurlos an mir vorüber gegangen. Ich fühle mich körperlich und auch mental ziemlich ausgelaugt. Auf einmal sind schon 8 km im MRT anstrengend und der Kopf beginnt zu zweifeln. Aber Zweifel und Fragezeichen gehören zum Marathon dazu und es wäre wohl eher alarmierend, wenn die Beine jetzt noch frisch wären.
Heute habe ich die letzte lange Einheit hinter mich gebracht: 35 km mit Endbeschleunigung auf 4:00 min/km (Gesamtschnitt 4:44 min/km). Das lief nochmal richtig gut und war somit ein schöner Abschluss einer eigentlich rund um gelungenen Vorbereitung.
Jetzt folgen zwei relativ ruhige Wochen und dann stehe ich am 12. September hoffentlich ausgeruht und fit an der Startlinie!
“We are different, in essence, from other men. If you want to win something, run 100 meters. If you want to experience something, run a marathon.” (Emil Zatopek)
So fühlte es sich jedenfalls an, als der Postbote heute das Ausrüster-Paket von Brooks brachte. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an Andreas Duck und das Brooks-Team!
Perfekt ausgestattet und hochmotiviert geht es jetzt also in die letzten gut vier Wochen bis zum Münster-Marathon. Die letzten zwei Wochen in Südfrankreich liefen optimal und ich konnte fast alle Einheiten wie geplant umsetzen. Das Training im “bergigen” Gelände bei sonnigen Temperaturen (28-34 Grad) war ein guter, weil ungewohnter Trainingsreiz. Vor allem bin ich froh, dass mein Körper die höheren Umfänge ohne Verletzungen toleriert. Marathonvorbereitung ist immer auch ein schmaler Grad zwischen Grenzbelastung und Übertraining. Bis zum 12. September stehen jetzt noch drei kilometerintensive Wochen auf dem Programm, danach heißt es regenerieren, um am “Tag X” die Bestleistung abrufen zu können.
Am kommenden Wochenende starte ich zum Formtest erst einmal über die halbe Distanz. Da ich aus dem vollen Training laufe, werden wohl keine Wunderdinge drin sein; wenn ich die Zeit vom New York Halbmarathon im März (1:22:22) verbessern kann, wäre ich schon zufrieden!
Noch gut 6 Wochen bis zum Münster-Marathon, d.h. die wichtigste Phase der Vorbereitung läuft. Was als Urlaub geplant war, ist deshalb zum “Trainingslager” geworden. Hier in Südfrankreich findet man ziemlich optimale Trainingsbedingungen und vor allem viel Abwechslung zum Trainingsalltag in Münster. Die Laufstrecken sind anspruchsvoller, weil mit viel mehr Höhenmetern gespickt, und bieten tolle Ausblicke auf das Mittelmeer.
Gestern bin ich mit dem Rennrad eine Tagestour nach Cannes & zurück gefahren, rund 170 Kilometer mit einigen Steigungen am Esterel-Massiv. Bei 34 Grad durchaus herausfordernd. Den Ruhetag heute habe ich mir deshalb verdient, bevor in den kommenden Tagen nochmal (Lauf)kilometer-Sammeln ansteht.
In den letzten Wochen war es nicht nur hier im Blog ziemlich ruhig, auch im Training stand aktive Regeneration im Vordergrund: Deutlich geringere Umfänge, dafür vermehrt Tempo-Einheiten und (für meine Verhältnisse) viele Radkilometer.
Inzwischen bin ich aber schon wieder mitten in der 12-Wochen-Vorbereitung auf den nächsten Marathon. Ich habe mich dann doch für Münster am 12. September und gegen Frankfurt entschieden – zwar hat Frankfurt die schnellere Strecke, aber Münster ist ein Heimspiel und irgendwie schließt sich damit auch ein Kreis, wenn ich zum Abschluss des Studiums auch den Marathon hier laufe. Nach den 3:03 h in Hamburg ist das Ziel für Münster natürlich klar: Unter 3 Stunden!
Am Sonntag starte ich erst einmal beim Brooks Münster City Run. Wenn die Wetterfrösche recht behalten wird das eine echte Hitzeschlacht. Da die Strecke aber sowieso nicht unbedingt Bestzeit-tauglich ist, geht’s vor allem darum, Spaß zu haben und die Form zu testen. Gefühlt zeigt die Formkurve in den letzten 2-3 Wochen jedenfalls klar noch oben und ich bin wieder richtig hungrig auf die nächsten Herausforderungen.
Apropos Brooks: Der Laufschuhspezialist mit Europa-Zentrale in Münster unterstützt mich in letzter Zeit regelmäßig mit Equipment, dafür sage ich hier gerne mal Danke!
Nur noch zwei Wochen bis zum Hamburg-Marathon! Seit Januar habe ich über 1.000 Kilometer abgespult, der entscheidende Teil der Vorbereitung liegt damit hinter mir. Jetzt heißt es nur noch locker laufen, Kraft tanken und Gesund bleiben.

Anders als im letzten Jahr lief die Vorbereitung diesmal von Anfang bis Ende nahezu optimal: Ich konnte alle Vorgaben von Trainer und Trainingsplan umsetzen und hatte zu keiner Zeit das Gefühl, überfordert zu sein. Konsequenter denn je habe ich diesmal auch die Schwimm- und Athletik-Einheiten durchgezogen – wie wichtig ein kräftiger Oberkörper und ein stabiler Rumpf für eine gute Laufform sind, ist mir erst dieses Jahr richtig klar geworden. Vielleicht auch deshalb wurde ich von Verletzungen verschont und mit deutlichen Bestzeiten in allen sechs Aufbau-Wettkämpfen belohnt.
Die letzten zwei Wochen waren die wichtigsten und gleichzeitig härtesten: 100 Kilometer pro Woche (davon rund ein Drittel in MRT oder schneller) waren absolutes Neuland für mich. Zum Abschluss habe ich heute noch einmal 36,5 Kilometer in 2:59 h absolviert, das entspricht einem Schnitt von 4:56 min/km – im letzten Jahr wäre ich noch froh gewesen, wenn ich dieses Tempo im Rennen geschafft hätte. Aber die Trainingsbelastung ist natürlich auch nicht ganz spurlos an mir vorbeigegangen und zum ersten mal fühle ich mich jetzt ein wenig müde, außerdem habe ich in den letzten Tagen mit leichtem Heuschnupfen zu kämpfen. Da kommt die Tapering-Phase genau zum richtigen Zeitpunkt.
Meine Ziele für Hamburg? Zunächst mal natürlich besser ankommen als im letzten Jahr, am liebsten mit einem Lächeln im Gesicht. Abgesehen davon: Nach dem Debüt 2009 in 3:38:30 klingt es ziemlich gewagt, und der Gedanke an 42,195 km in 4:15 min/km flößt mir immer noch Respekt ein, aber alle Trainingswerte deuten auf eine Zeit unter 3 Stunden hin.
Jetzt nur nicht nervös werden…