Hendrik Auf'mkolk42,195 km Marathon
15.02.2010 • 2 Kommentare

Training für den NYC-Halbmarathon

Drüben im New Balance Blog berichte ich in einer kleinen Artikel-Serie über meine Vorbereitung auf New York. Aktuell geht es um die Trainingsplanung – vielleicht interessiert die ja auch den einen oder anderen von euch:

Im Dezember und Januar lag der Schwerpunkt ganz klar auf Kraft-Ausdauer und Koordination. Viele Einheiten abseits asphaltierter Wege, im hügeligen Gelände und im tiefen Schnee standen deshalb auf dem Plan. Auch wenn ich mir wie die meisten von uns einen milderen Winter gewünscht hätte: Um körperliche und mentale Härte zu trainieren war das Wetter eigentlich ideal. Eine typische Woche im Januar sah so aus:

Mo: 1 h Schwimmen, Gymnastik
Di: 11 km zügig (TDL)
Mi: Intervalltraining in der Halle (z.B. 5 x 800 m), Lauf-ABC, Dehnen
Do: 20 km locker
Fr: 30 min Kraft-/Stabilisationsübungen
Sa: 10 km locker
So: Cross-WK 9 km
Wochenumfang: 60 km

Im Februar liegt der Schwerpunkt auf Umfang. Eine typische Trainingswoche sieht momentan so aus:

Mo: 1 h Schwimmen, Gymnastik
Di: 15 km locker
Mi: Intervalltraining in der Halle (z.B. 3 x 2 km), Lauf-ABC, Dehnen
Do: 15 km locker
Fr: 30 min Kraft-/Stabilisationsübungen
Sa: 12 km zügig (TDL)
So: 25-30 km langsam, letzten 5 km Crescendo
Wochenumfang: 80 km

Aufgelockert wird das ganze durch die Teilnahme an einer Winterlaufserie. Im Zwei-Wochen-Abstand folgen hier Aufbau-Wettkämpfe über 10, 15 km und Halbmarathon. Das ist eine willkommene Abwechslung, trainiert die Tempohärte und ermöglicht eine Standortbestimmung.

Im März werden die langen Einheiten (auch mit Blick auf den Hamburg-Marathon) weiter ausgebaut (auf 30-35 km). Der Tempodauerlauf wird auf 15 km ausgedehnt. Der Wochenenumfang wird dann bei rund 90 km liegen. Das ist vergleichsweise wenig, aber höhere Umfänge sind bei meiner relativ geringen Erfahrung (erst ein Jahr ambitioniertes Training) eher kontraproduktiv.

Ein echtes Tapering werde ich für den NYC-Halbmarathon nicht einlegen. Stattdessen strukturiere ich mein Training in Zyklen, lege also alle 4-5 Wochen eine ruhige Woche mit deutlich weniger Umfang ein. Damit habe ich persönlich sehr gute Erfahrungen gemacht.

Bis New York heißt es jetzt: Kilometer sammeln und verletzungsfrei bleiben!

07.01.2010 • 2 Kommentare

New York Calling

Gestern Abend kam die Teilnahme-Bestätigung für den New York City Halbmarathon am 21. März! Flug (18.-25. März) und Unterkunft (Kolping House; günstig und super Lage) sind auch schon gebucht, jetzt fehlt nur noch die Bestform. Aber daran werde ich in den nächsten Wochen arbeiten!

03.01.2010 • 2 Kommentare

Wintertraining

Das Wintertraining macht seinem Namen in diesen Wochen wirklich alle Ehre. Nachdem es vor Weihnachten ja schon einmal bitterkalt war, liegt jetzt seit einigen Tagen eine dicke Schneedecke über dem Münsterland. Global Warming sieht jedenfalls anders aus…

An die Kälte habe ich mich inzwischen gewöhnt, und solange es nicht kälter als -10 Grad ist, ist durchaus an Training zu denken. Die Tempo-Einheit bei -12 Grad vor zwei Wochen würde ich dagegen nicht zur Nachahmung empfehlen – irgendwann ist die Luft einfach zu kalt, um schmerzfrei atmen zu können.

Frischer Pulverschnee ist an sich auch kein Problem – glatt und damit gefährlich wird es erst, wenn der Schneematsch überfriert oder von den Autos zu einer Eisschicht komprimiert wird. Und ein Lauf durch 10-15 cm tiefen Neuschnee, so wie heute, ist ein gutes Training für Koordination und Kniehub. Wenn dann noch die Sonne auf die Winterlandschaft scheint, will ich mit keinem Platz der Welt tauschen.

31.12.2009 • 1 Kommentar

Jahresbilanz 2009

Nach dem Examensstress der letzten Wochen habe ich jetzt Zeit, um entspannt, ein klein wenig stolz und vor allem dankbar auf mein Laufjahr 2009 zurückzublicken.

2009 war das erste Jahr, in dem ich durchgängig und strukturiert trainiert habe, abgesehen von einer Verletzungspause im Januar und der Regenerationsphase nach dem Marathon-Debüt im April. Insgesamt sind so 1.775 Kilometer zusammen gekommen. Verteilt auf 148 Netto-Trainingsstunden ergibt das einen Tempo-Schnitt von genau 5 min/km. 148 Stunden sind umgerechnet nicht mal eine halbe Stunde pro Tag, also eigentlich ein verschwindend geringer Zeitaufwand. Laufen kann jeder, selbst mit noch so vollem Terminkalender.

Jahresbilanz 2009 - 1.775,3 km in 148:02:56 h

Wichtigste Lektion in diesem Jahr: In dem Spruch “Good things come slow, especially in long distance running” steckt sehr viel Wahrheit. Es bringt nichts, Bestzeiten kurzfristig erzwingen zu wollen – das produziert bestenfalls Enttäuschungen, schlimmstenfalls Verletzungen. Stattdessen lohnt es sich, langfristig zu denken und zu trainieren.

Zufrieden bin ich speziell mit der zweiten Jahreshälfte. Fast 1.100 verletzungsfreie Kilometer zeigen, dass ich inzwischen nicht mehr allzu viel verkehrt mache und die Richtung stimmt. Auch die Leistungsentwicklung im letzten Halbjahr lässt hoffen, auch wenn die Luft natürlich mit jeder neuen Bestzeit dünner wird.

Abseits aller läufertypischen Zahlenspiele bin ich aber in erster Linie dankbar dafür, einen Sport ausüben zu können, der mich mental ausfüllt, körperlich herausfordert und trotz oder gerade wegen seiner Einfachheit fasziniert. Es gibt nichts schöneres als einen Waldlauf durch frischen Pulverschnee oder einen langen Lauf in den Sonnenaufgang. Das ist es, was zählt!

Euch wünsche ich – falls denn geplant – schöne Silvesterläufe und ein verletzungsfreies, in jeder Hinsicht erfolgreiches Jahr 2010!

11.12.2009 • 2 Kommentare

Neue Saison, neues Glück!

Drei Wochen mit stark reduzierten Umfängen und ebensolcher Motivation liegen jetzt hinter mir. Der Ruhemonat war natürlich nötig und auch so geplant, aber seltsamerweise habe ich ihn eher als Belastung empfunden. Der Körper reagiert mit Wehwehchen und die Ziellosigkeit nervt. Jetzt geht es aber endlich wieder an die Trainings- und Wettkampf-Planung für die neue Saison!

Den Dezember über werde ich es noch recht ruhig angehen lassen und den Schwerpunkt auf Kraft und Athletik legen, mit Kräftigungsübungen und regelmäßigen Schwimm-Einheiten.

Ab Januar geht es dann wieder richtig los. Der Crosslauf in Steinfurt am 8. Januar (evtl. alternativ in Oelde) sollte eine erste Standortbestimmung ermöglichen. Die Winterlaufserie in Hamm werde ich auch 2010 wieder mitnehmen. Die Strecken dort sind zwar ziemlich langweilig, aber die Serie ist eine willkommene Abwechslung in den umfangorientierten Wochen im Januar und Februar und dient der Kontrolle beim Formaufbau.

New York City Halbmarathon (Foto: <a href='http://www.flickr.com/photos/qivn/241051456/'>qivn</a> via flickr)

New York City Halbmarathon (Foto: qivn via flickr)

Mitte bis Ende März werde ich in New York City verbringen. Der Zeitpunkt ist natürlich nicht ganz zufällig gewählt, denn am 21. März findet der NYC-Halbmarathon statt. Die Strecke führt in zwei Runden durch den Central Park und dann am Times Square runter zum Battery Park. Das dürfte also ein echtes Highlight werden.

Meinen Frühlingsmarathon werde ich wohl wieder in Hamburg laufen. Auch wenn mich die wieder mal gestiegene Startgebühr ärgert und der Veranstalter die Marathonmesse an den Hafen verlegt, ist der Marathon an sich wirklich toll. Die Strecke ist flach und abwechslungsreich und der Zuschauerzuspruch mindestens so gut wie in Berlin. Ziel für meinen zweiten Marathon: In Richtung 3:15 h laufen und, anders als 2009, den Zieleinlauf genießen können!