Der September war trainingstechnisch ein eher durchwachsener Monat: Die ersten zehn Tage konnte ich wegen einer Erkältung praktisch gar nicht trainieren, was sich natürlich im Gesamtumfang von nur 130 km niederschlägt. Die zweite Hälfte war dann aber deutlich erfreulicher, mit einigen guten Einheiten und vor allem den beiden Wettkämpfen in Lüdinghausen und Bertlich.

September 2009 - 131 km gesamt, 10:32 h reine Laufzeit
Läuferherz, was willst du mehr: Zum Frühstück stand der Berlin-Marathon auf dem Programm, und auch wenn Haile Gebrselassie seinen eigenen Weltrekord heute nicht knacken konnte, war es ein starkes Rennen von ihm. Immerhin ließ er seinen Herausforderer Duncan Kibet schon früh ganz schwach aussehen (Kibet stieg dann auch entnervt aus) und sicherte sich unterwegs mal eben den Weltrekord über 30 km (Video vom Zieleinlauf).
Anschließend schnürte ich selbst die Laufschuhe (New Balance 827) und machte mich auf zu einem lockeren Sonntagslauf vom Dortmunder Süden nach Herdecke und zurück (18,5 km in 5:23/km). Es macht immer wieder Spaß, neue Strecken für sich zu entdecken; ganz besonders natürlich, wenn auch das Wetter so mitspielt wie heute.
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Mit 250 Höhenmetern war die Strecke zwar doch recht hügelig (zumindest wenn man sonst im flachen Münsterland läuft), dafür wurde ich mit tollen Ausblicken auf das Ruhrtal entschädigt. Und auch die Beine fühlten sich heute richtig gut an – wenn das auch morgen noch der Fall ist, werde ich am kommenden Sonntag auf jeden Fall beim Halbmarathon in Bertlich starten.
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Der August ist vorbei, Zeit für die monatliche Trainingsbilanz. Insgesamt war es definitiv ein guter Monat: Insgesamt 177 km (45 mehr als im Juli) sind für meine Verhältnisse eher viel, zumal ich ja gerade nicht in der Marathonvorbereitung stecke. Vor allem die kurzen, schnellen Einheiten liefen sehr gut in diesem Monat und die beiden Wettkämpfe über 10 km (40:05 und 38:29 min) waren auch ein Schritt in die richtige Richtung. Zum Ende des Monats musste ich wegen einer Erkältung leider etwas kürzer treten und werde das auch diese Woche noch tun, damit ich bis zum Emssee-Lauf am Samstag wieder 100% fit bin.

August 2009 - 177 km gesamt, 14:49 h reine Laufzeit
…als man denkt! Nach drei Tagen ohne Training – einer hartnäckigen Erkältung sei Dank – musste ich heute die Laufschuhe einfach wieder schnüren. Klar, vielleicht wäre es vernünftiger gewesen, noch ein, zwei Tage zu pausieren. Doch die Beine kribbelten schon und es zog mich geradezu auf die Laufbahn. Natürlich erwartete ich keine Wunderdinge, mit 1000er-Intervallen knapp unter vier Minuten wäre ich zufrieden gewesen.
Erstaunlicherweise wurde es dann aber die schnellste Intervall-Einheit seit Beginn meiner Trainingsaufzeichnungen. Nach den ersten 1000 m zeigte die Uhr 3:36 min; okay, dachte ich auf der Trab-Runde, vielleicht ein bißchen zu übermütig begonnen. Aber der zweite Kilometer war nur eine Sekunde langsamer, der Dritte auch – ohne dass ich mich besonders darauf konzentrieren musste. Den vierten Kilometer lief ich sogar in 3:35 min. Es wäre wohl auch noch ein fünfter Kilometer in diesem Tempo drin gewesen, aber die Vernunft siegte dann doch und ich ging zum Auslaufen über.
Warum es gerade heute so gut lief? Ich denke, beim Tempo-Training kommt es vor allem auf den Kopf an. Und da schadet es wahrscheinlich nicht, wenn sich nach drei Tagen Zwangspause ein gewisses Maß an Frust und Aggressivität angestaut hat, das rausgelassen werden will. Eigentlich eine echte Win-Win-Situation: Man läuft eine harte Trainingsheit und ist hinterher ausgeglichener und entspannter als vorher!

Von Saint Tropez nach Cannes und zurück auf dem Miet-Rad – an einem
Tag. 150 Kilometer immer die Cote d’Azur entlang, vorbei an Ste. Maxime,
Frejus, St. Raphael und dem Esterel-Gebirge. 7 Stunden reine
Fahrtzeit, 1:45 h Pause. Härtester Gegner: Der orkanartige Wind, dicht
gefolgt vom eigenen Schweinehund. Dopingmittel: 1 Baguette, 1 Kit Kat,
4 Gels, 1,5l Wasser, 1l Powerade, 3 Dosen Cola