Gestern startete ich beim dritten und letzten Teil der Winterlaufserie Hamm über die Halbmarathon-Distanz. Die Bedingungen waren etwas besser als beim 15er vor zwei Wochen, auch wenn der Boden an einigen Stellen ziemlich aufgeweicht war. Ich hatte mir vorgenommen, das Rennen als Test für den NYC-Halbmarathon zu nutzen und mit Blick auf die Seriengesamtwertung wollte ich mich noch um ein paar Plätze verbessern, um am Ende unter den Top 50 zu landen.

Die ersten 5 km liefen relativ locker im 3:55er-Schnitt, doch auf dem nächsten 5er-Abschnitt hatte ich irgendwie Probleme, das Tempo hochzuhalten. Vielleicht machte sich da der Trainingsumfang der letzten Wochen bemerkbar, aber auch mental konnte ich nicht ganz in den Wettkampfmodus schalten. Etwa bei Km 11 oder 12 konnte ich den Schalter dann aber doch noch umlegen und auf einmal lief es richtig gut. Die Beine fühlten sich plötzlich leicht an und auch der Kopf wollte wieder. Hinzu kam, dass ich jetzt reihenweise Läufer “einsammelte”. Auf den letzten 5 Kilometern gab ich dann nochmal richtig Gas (letzter Km in 3:40) und kam nach 1:24:06 ins Ziel, über 10 min. schneller als im letzten Jahr an gleicher Stelle. Dass das nur zu Platz 63 (18. AK) reichte, zeigt, wie gut die Winterlaufserie Hamm besetzt ist.

In der Serien-Gesamtwertung (10 km, 15 km und HM) konnte ich mich damit auf einen ordentlichen 41. Platz (von 623 Finishern) verbessern. Am meisten freue ich mich aber darüber, dass sich das konsequente Training der letzten Wochen und Monate offensichtlich auch im Ausdauerbereich auszahlt. Nach vier Aufbau-Wettkämpfen in den letzten acht Wochen werde ich mir jetzt noch den Feinschliff für New York holen. Nur noch vier Wochen!


Heute stand der zweite Teil (15 km) der Winterlaufserie Hamm auf dem Programm. Und der machte dem Namen der Veranstaltung alle Ehre: Schneematsch, aufgeweichter Boden und ein unangenehmer Wind sorgten für teilweise cross-ähnliche Bedingungen. Aber genau deshalb tut man sich den Spaß ja an ;-)

Ich kam leider am Start nicht gut weg: Wie so oft hatten sich viele langsame Sportsfreunde in die vorderen Reihen gedrängelt und Überholen war im “Stau” zunächst nur schwer möglich (die ersten 600 m werden auf der Bahn im Stadion gelaufen). 4:06 min für den ersten Kilometer waren die Folge, also rund 15 Sekunden hinter dem geplanten Tempo.

Danach kam ich aber ganz gut in Tritt (ersten 5 km in 19:30; zweiten 5 km in 19:10) und lief in einer Gruppe mit Vereinskollegen, darunter auch Jana Hempelmann, die als schnellste Frau die Serienwertung anführt. Am Wendepunkt (zw. Km 11 und 12) kam ich irgendwie aus dem Rhythmus und musste meine Gruppe etwas ziehen lassen. Mit 10 Sekunden Abstand kam ich dann nach 58:08 min ins Ziel.

Winterlaufserie Hamm 15 km, 07.02.2010

Hundertprozentig zufrieden bin ich nicht, denn eine 57er-Zeit wäre ohne den Stau am Start drin gewesen. Aber letztlich ist Hamm nur Teil der Vorbereitung, und 5:42 Minuten Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr sind ja eigentlich ein ganz gutes Zeichen.


Wie für viele Hundert andere Läufer aus Westfalen begann auch für mich heute die Straßenlauf-Saison 2010 mit dem ersten Teil der traditionellen Winterlaufserie in Hamm.

Ich fuhr mit eher gedämpften Erwartungen hin – in den letzten Tagen hatte ich deutlich zu wenig Schlaf bekommen (RUN4HAITI geht vor) und auch nicht nach Plan trainiert (Schmerzen am Schienbeinknochen). Vorgenommen hatte ich mir deshalb eine Zeit um 38:00.

Die ersten Kilometer waren dann zwar schnell (3:30, 3:35, 3:38), fühlten sich aber sehr schwerfällig an. Erst ab der 5 km-Marke (18:30) lief es runder und sogar eine 36er-Zeit war plötzlich in Sichtweit. Aber mir fehlte irgendwie der Antrieb, mich so richtig zu quälen. Zwar gab ich auf dem letzten Kilometer dann doch nochmal alles, aber mit 37:08 verpasste ich die 36 vor dem Doppelpunkt. Trotzdem: Mit einer neuen Bestzeit (um fast 30 Sekunden!) hatte ich heute wirklich nicht gerechnet, und bin entsprechend zufrieden!

Jetzt werde ich nochmal ein paar Tage einen Gang runterschalten, um die Schienbein-Probleme endgültig loszuwerden. Und dann fängt auch bald die “heiße Phase” der Vorbereitung auf den NYC-Halbmarathon an!


Statt des medial gehypten Schnee-Chaos stand für mich heute Schnee-Cross auf dem Programm: Der Steinfurter Crosslauf sollte ein erster Formtest werden und wurde angesichts von tiefem Schnee und einigen knackigen Steigungen auch ein gutes Kraft- und Koordinationstraining.

Nach zügigem Start fand ich mich in einer Verfolgergruppe wieder, die sich schnell auseinanderzog. Ich lief lange Zeit an siebter Position, musste an einer der beiden Steilpassagen aber zwei Läufer passieren lassen. Nach knapp 9 durchaus kräftezehrenden Kilometern kam ich als 9. in 34:19 min ins Ziel. Damit bin ich absolut zufrieden!

Steinfurter Crosslauf 10.01.10 - 34:19 min, Platz 9 - Gut zu erkennen, wo die Steigungen waren

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Bei 18 Grad und praller Sonne fanden heute die Westfälischen Crossmeisterschaften in Herdecke statt (letztes Jahr lag noch Schnee!). Die 1,5-km-Runde führte über Wiesen und durch ein anspruchsvolles Waldstück mit einer sehr knackigen Steigung. Eigentlich wunderbare Bedingungen – aber für mich sollte es heute ein “Did Not Finish” werden. Schon nach 500 Metern lief ich wie gegen eine Wand, der Kreislauf wollte einfach nicht auf Touren kommen. Der Split für den ersten Kilometer war zwar okay (3:45 min) und ich lief etwa auf Position 15 des 30-köpfigen Feldes, aber mir war klar, dass irgendetwas nicht stimmte. Am Ende der ersten von drei Runden gab ich dann auf.

Ich weiß nicht, woran es lag; vielleicht an der ungewohnten Wärme, vielleicht am schlechten Schlaf der letzten Tage, hoffentlich nicht an einem Infekt. Aber ich glaube, auszusteigen war die richtige Entscheidung: Den Unterschied zwischen Anstrengung und Unwohlsein sollte man als Läufer kennen, und, auch wenn es schwerfällt, vor allem danach handeln.

Ein paar Stunden später bin ich dann nochmal 19 lockere Kilometer rund um Herdecke gelaufen, da lief es schon wieder deutlich besser. Wenigstens ein kleiner Trost…


Gestern ging es für mich nach Ascheberg/Herbern im tiefsten Westfalen zum Westerwinkellauf über 10 km. Die Strecke führte zum größten Teil über Waldwege und war aufgrund des vielen Regens in den vergangenen Tagen ziemlich aufgeweicht. An einigen Stellen hatte das schon fast Cross-Charakter. Zudem gab es einen 180-Wendepunkt – also eigentlich nicht gerade traumhafte Voraussetzungen für eine neue Bestzeit.

Aber die letzten Trainingswochen waren sehr gut gelaufen und die Form zeigte ganz klar nach oben, also warum nicht mal etwas riskieren. Ich ging das Rennen deshalb ziemlich flott an (7:10 min für die ersten 2 km). Kilometer 5 passierte ich nach 18:40 min und damit war klar, dass es eine 37er-Zeit werden würde, wenn ich das Tempo auch nur einigermaßen würde halten können. Auf der zweiten Rennhälfte lief ich mit zwei anderen Läufern in einer Gruppe, in der wir uns mit der Tempoarbeit abwechselten. Nach einem anstrengendem Anstieg bei Kilometer 9 fehlte mir zwar etwas die Kraft für einen richtig schnellen Schlussspurt, aber mit 37:34 min war ich mehr als zufrieden – Bestzeit um fast eine Minute verbessert!

Jetzt bin ich gespannt, was bei den Westfälischen Crossmeisterschaften am 21.11. drin ist!