Läuferherz, was willst du mehr: Zum Frühstück stand der Berlin-Marathon auf dem Programm, und auch wenn Haile Gebrselassie seinen eigenen Weltrekord heute nicht knacken konnte, war es ein starkes Rennen von ihm. Immerhin ließ er seinen Herausforderer Duncan Kibet schon früh ganz schwach aussehen (Kibet stieg dann auch entnervt aus) und sicherte sich unterwegs mal eben den Weltrekord über 30 km (Video vom Zieleinlauf).
Anschließend schnürte ich selbst die Laufschuhe (New Balance 827) und machte mich auf zu einem lockeren Sonntagslauf vom Dortmunder Süden nach Herdecke und zurück (18,5 km in 5:23/km). Es macht immer wieder Spaß, neue Strecken für sich zu entdecken; ganz besonders natürlich, wenn auch das Wetter so mitspielt wie heute.
Mit 250 Höhenmetern war die Strecke zwar doch recht hügelig (zumindest wenn man sonst im flachen Münsterland läuft), dafür wurde ich mit tollen Ausblicken auf das Ruhrtal entschädigt. Und auch die Beine fühlten sich heute richtig gut an – wenn das auch morgen noch der Fall ist, werde ich am kommenden Sonntag auf jeden Fall beim Halbmarathon in Bertlich starten. [...] weiterlesen
Noch 48 h Stunden bis zum 36. Berlin-Marathon und es ist alles angerichtet für die Jagd auf einen neuen Weltrekord: Die äußeren Bedingungen sind ideal und heute morgen ist auch Haile Gebrselassie in Berlin gelandet, wie immer bei bester Laune (Video).
Strecke des Berlin-Marathons (Grafik: SCC Running)
Neben den Superstars Haile Gebrselassie und Duncan Kibet sind aber auch wieder rund 40.000 Freizeit-Athleten am Start, die alle um ihre eigenen Rekorde kämpfen: Unter 3h, unter 4h, oder einfach “nur” ankommen. Einer von ihnen ist Mikko Rieger aus Finnland, der in seinem Blog “400 Days” eindrucksvoll und sehr unterhaltsam seinen Weg vom Feierabend-Läufer zum Semi-Profi beschreibt. Vor genau 398 Tagen setzte er sich zum Ziel, in Berlin unter 2:30 h zu laufen. Es folgte ein ambitioniertes Trainingsprogramm mit vielen Tausend Kilometern zu Fuß und auf dem Rad. Eine Zeit unter 2:30 h (immerhin eine Pace von 3:33 min/km!) wird es nach einigen Rückschlägen im Training wohl nicht werden, dennoch bin ich mindestens genauso gespannt, wie Mikko (Startnr. 24873) sich schlagen wird.
Auch wenn das Wetter derzeit nicht gerade danach aussieht: Es wird ein heißer Herbst, zumindest für die Crème de la Crème der Marathon-Szene. Hier die 42195BLOG-Vorschau auf die spannendsten Langstrecken-Events in den nächsten Wochen und wo man sie live verfolgen kann:
13. September – Rotterdam Halbmarathon
Rotterdam gehört zu den schnellsten Kursen der Welt: Im April lief Duncan Kibet hier in 2:04:27 den drittschnellsten Marathon aller Zeiten, und Sammy Wanjiru stellte 2005 auf der halben Distanz seinen ersten Weltrekord auf. Am 13. September steht die 6. Auflage des Rotterdam Halbmarathons an und Wanjiru ist wieder am Start. Der Olympiasieger von Peking trifft in Rotterdam auf fünf weitere Läufer mit Bestzeiten unter 60 Minuten, darunter auf seinen Landsmann Bernard Kipyego, der im April den Berlin-Halbmarathon in 59:34 gewann und bei den Weltmeisterschaften Fünfter über 10.000 m wurde. Leider keine Live-Übertragung.
Samuel Wanjiru beim City–Pier–City Loop 2007 in Den Haag (Foto: FaceMePLS via flickr)
20. September – Berlin Marathon
Es ist angerichtet für den Berlin Marathon am 20. September: Mit Duncan Kibet und Publikumsliebling Haile Gebrselassie treffen die beiden schnellsten Athleten aufeinander. Beide haben angekündigt, den Weltrekord von 2:03:59 h angreifen zu wollen, den Gebreselassie im letzten Jahr in Berlin aufstellte. Das Frauenfeld ist dagegen erstaunlich schwach besetz. Über 40.000 weitere Starter machen die 36. Auflage des Berlin Marathons zum größten in Europa. RBB (via TV und Stream) und Universal Sports übertragen live. [...] weiterlesen
Marathon-Momente ist eine neue Serie im 42195blog mit Video-Highlights aus der Marathon-Historie: Rekorde, Dramen, Geschichten! Den Anfang macht Haile himself mit seinem Weltrekord von 2:03:59 beim Berlin Marathon 2008: