Hendrik Auf'mkolk42,195 km Marathon
28.07.2010 • 3 Kommentare

Neuer Partner: Brooks

Schon seit einiger Zeit habe ich einen guten Draht zu Brooks, nicht zuletzt dank der großartigen Unterstützung beim Run4Haiti. Um so mehr freue ich mich, dass mich der Laufspezialist mit Europazentrale in Münster ab sofort als Ausrüster unterstützt. Ich weiß natürlich, dass meine Bestzeiten allein solch ein Sponsoring wohl noch nicht hergeben, sondern andere Aspekte ausschlaggebend waren. In jedem Fall werde ich alles daran setzen, das in mich gesetzte Vertrauen auch durch meine weitere sportliche Entwicklung zu rechtfertigen.

Passend dazu habe ich meine Website komplett renoviert. Das neue Design soll die Seite dynamischer und übersichtlicher machen. Klickt euch einfach mal durch – über Feedback (und Hinweise auf evtl. noch vorhandene Fehler) würde ich mich freuen.

In den nächsten Tagen dann mehr zum Stand der Vorbereitung auf den Münster-Marathon!

05.07.2010 • 4 Kommentare

Bestzeit beim Brooks Münster City Run

Münster City Run Juli 201An manchen Tagen passt einfach alles zusammen und die äußeren Bedingungen (26 Grad, Kopfsteinpflaster, ständiges Überrunden) werden zur Nebensache. Gestern war so ein Tag!

Schon im Training hatte ich mich ja in den letzten 1-2 Wochen richtig gut gefühlt, deshalb habe ich mir natürlich erhofft, trotz der Wärme in die Nähe meiner alten Bestzeit (37:08) aus dem Januar zu kommen. Die Devise hieß also volles Risiko. Mit einer schnellen Anfangsrunde (2 km: 7:06 min) war die Grundlage gelegt; danach konnte ich das Tempo relativ konstant unter 3:45 min/km halten (5 km: 18:15 min), eine Endzeit unter 37 Minuten war also drin. Auf der vierten von fünf Runden musste ich dann zwar doch etwas kämpfen. Aber als bei KM 9 die Uhr 33:20 zeigte, war mir klar, dass es heute reichen würde. Ich legte nochmal alles rein und kam nach 36:55 Minuten ins Ziel auf dem Prinzipalmarkt – neue Bestzeit, erstmals eine 36 vor dem Komma und fast genau 4 Minuten schneller als noch vor einem Jahr an gleicher Stelle! In einem starken Feld reichte das für Platz 13 in der Gesamtwertung.

So ein Rennen ist der Lohn für hartes Training und motiviert natürlich sehr für die anstehende Marathon-Vorbereitung. Das Projekt “Münster 2:59″ liegt voll im Plan!

Test: Brooks Green Silence

Der Green Silence von Brooks ist ein Schuh, der auf den ersten Blick neugierig macht. Schon optisch ist der Green Silence ein Hingucker – die auffällige Farbgebung, aber vor allem die Tatsache, dass die roten und gelben Flächen links und rechts jeweils vertauscht sind, heben den Schuh aus der Masse hervor. Das Design ist natürlich Geschmacksache – mir gefällt es sehr gut, manch einem wird es vielleicht etwas zu aggressiv sein.

Wichtiger sind bei einem Laufschuh ohnehin die inneren Werte – mit 196 Gramm ist der Green Silence ein ausgewiesenes Leichtgewicht, bietet dafür aber erstaunlich viel Dämpfung. Erreicht wird das durch eine sehr flexible Zwischensohle aus einem Stück. Diese Konstruktion erinnert wohl nicht ganz zufällig an den Lunar Racer von Nike. Interessant sind auch die asymmetrische Schnürung und die Zunge, die an einer Seite nahtlos in das Seitenstück übergeht.

Das Laufgefühl im Green Silence ist zunächst ziemlich ungewohnt: Die Zehen haben mehr Freiheit und die Fußmuskeln müssen mehr arbeiten. Man läuft fast automatisch auf dem Vorfuß – fast wie beim Barfußlaufen. Der Schuh gibt kaum Stabilität, stattdessen wird der Stützapparat des Körpers gefordert. Das spürt man nach den ersten Läufen mit dem Schuh durch Muskelkater an bisher unbekannten Stellen. Der legt sich zwar nach ein paar Trainingseinheiten, aber ein Schuh für jeden Tag und vor allem für den Long Run ist der Green Silence nicht – als solcher ist er aber auch nicht konzipiert. Stattdessen eignet er sich hervorragend für schnelle Tempoeinheiten auf der Straße. Auf der Bahn ist er mir dagegen etwas zu weich, aber auch das ist natürlich individuell verschieden.

Erwähnenswert ist noch, dass der Green Silence auch aus ökologischer Sicht eine gute Figur macht (daher der Name): Er wird zu 75% aus recyceltem Material hergestellt, die Sohle ist biologisch abbaubar.

Fazit:
Der Green Silence ist ein toller Schuh für schnelle Einheiten und biomechanisch effiziente Läufer. Als Trainingsgerät möchte ich ihn nicht mehr abgeben – für Distanzen jenseits des Halbmarathons bietet er aber zu wenig Unterstützung. Zu bemängeln gibt es eigentlich nur den für meinen Geschmack etwas zu breit geschnittenen Vorfußbereich.