Test: Polar FT80
Ich hatte in den letzten Wochen Gelegenheit, für Joggen-Online die Polar FT80 zu testen. Hier ist mein Erfahrungsbericht:
Lieferumfang
Die Polar FT80 kommt in einem schicken Karton mit Textil-Brustgurt und dem „Flowlink“, einem USB-Gerät zur drahtlosen Übertragung von Trainingsdaten auf den PC (oder Mac). Außerdem liegt eine gedruckte, recht ausführliche Bedienungsanleitung bei.
Design und Ergonomie
Die FT80 ist optisch eine der ansprechendsten Fitness-Uhren auf dem Markt – das minimalistische Design und das schwarze Display lassen die Uhr hochwertig wirken und machen sie absolut Büro-tauglich. Das Display ist leider zugleich der größte Schwachpunkt: Der Kontrast ist bei weitem nicht so gut wie auf den Produktfotos und die kleine Schrift lässt sich nur sehr schwer ablesen. Ohne Hintergrundbeleuchtung ist kaum etwas zu erkennen, und selbst mit eingeschalteter Beleuchtung muss man schon sehr genau hinsehen. Für eine Sport-Uhr eigentlich ein echtes KO-Kriterium – wer sich für das Gerät interessiert, sollte es sich daher unbedingt vor dem Kauf im Laden ansehen.
Die Uhr besitzt fünf seitliche Tasten, die allerdings recht schwergängig sind und kaum Feedback geben – so muss man sich stets mit einem Blick auf das Display versichern, dass man die Taste erfolgreich gedrückt hat. Da wiegt die schlechte Lesbarkeit des Displays doppelt schwer.
Der Brustgurt („WearLink“) ist bereits von anderen Polar-Uhren bekannt. Er lässt sich stufenlos verstellen und hat einen hervorragenden Tragekomfort. Der Pulssensor sendet die Daten codiert zur Uhr und stellt so sicher, dass man nicht die Herzfrequenz anderer Sportler in der Umgebung angezeigt bekommt. Wer häufiger in der Gruppe läuft (oder bei einem großen Marathon) wird das zu schätzen wissen.
Pluspunkt: Die Batterie der Uhr lässt sich ganz einfach selbst wechseln.
Funktionen
Bei der ersten Verwendung fragt die FT80 u.a. Gewicht, Größe, Geschlecht und Alter ab. Außerdem ermittelt die Uhr mittels eines „Fitness-Tests“ anhand des Ruhepulses den sogenannten „OwnIndex“. Dieser soll in etwa dem VO2-max-Wert entsprechen. Über die Genauigkeit kann ich nur spekulieren (mir erscheint der angezeigte Wert deutlich zu hoch), aber Zweifel sind sicherlich angebracht.
Aus den Daten errechnet die FT80 auf Wunsch ein Trainingsprogramm für die nächste Woche mit Zeit- und Intensitätsvorgaben. Nach einer Trainingseinheit und jeweils am Ende der Woche zeigt die Uhr u.a. an, ob die Trainingsziele erreicht wurden. Das Trainingsprogramm passt sich anschließend entsprechend an.
Natürlich lässt sich die FT80 auch als ganz normale Laufuhr mit Herfrequenz-Messer nutzen. Wie bei Polar zu erwarten, liegen die Stärken aber ganz klar in den Herzfrequenz-basierten Funktionen.
Mithilfe des „Flowlink“ kommen die Trainingsdaten drahtlos auf den Rechner. Sie können dort allerdings nicht ohne weiteres angezeigt werden, sondern müssen erst auf polarpersonaltrainer.com hochgeladen werden. Das mag man aus Datenschutz-Gründen fragwürdig finden, vor allem ist aber lästig, einen wesentlichen Teil der Funktionalität nur über die Website des Herstellers nutzen zu können (einzelne Übungen lassen sich z.B. nur dort anlegen und auf die Uhr übertragen).
Fazit
Die Polar FT80 sieht zwar richtig gut aus, kann als Uhr für (fortgeschrittene) Läufer aber nur bedingt überzeugen. Wem es nicht primär um Kalorienverbrennung und Herzfrequenz geht, der wird vor allem Wert auf leichte Ables- und Bedienbarkeit und einfache Auswertung der Trainingsdaten legen. Gerade in diesen Punkten enttäuscht die FT80 aber.
Wertung: 3 von 5 Sternen









