Heute stand der zweite Teil (15 km) der Winterlaufserie Hamm auf dem Programm. Und der machte dem Namen der Veranstaltung alle Ehre: Schneematsch, aufgeweichter Boden und ein unangenehmer Wind sorgten für teilweise cross-ähnliche Bedingungen. Aber genau deshalb tut man sich den Spaß ja an ;-)

Ich kam leider am Start nicht gut weg: Wie so oft hatten sich viele langsame Sportsfreunde in die vorderen Reihen gedrängelt und Überholen war im “Stau” zunächst nur schwer möglich (die ersten 600 m werden auf der Bahn im Stadion gelaufen). 4:06 min für den ersten Kilometer waren die Folge, also rund 15 Sekunden hinter dem geplanten Tempo.

Danach kam ich aber ganz gut in Tritt (ersten 5 km in 19:30; zweiten 5 km in 19:10) und lief in einer Gruppe mit Vereinskollegen, darunter auch Jana Hempelmann, die als schnellste Frau die Serienwertung anführt. Am Wendepunkt (zw. Km 11 und 12) kam ich irgendwie aus dem Rhythmus und musste meine Gruppe etwas ziehen lassen. Mit 10 Sekunden Abstand kam ich dann nach 58:08 min ins Ziel.

Winterlaufserie Hamm 15 km, 07.02.2010

Hundertprozentig zufrieden bin ich nicht, denn eine 57er-Zeit wäre ohne den Stau am Start drin gewesen. Aber letztlich ist Hamm nur Teil der Vorbereitung, und 5:42 Minuten Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr sind ja eigentlich ein ganz gutes Zeichen.


Am Sonntag widmeten in über 20 Ländern weltweit rund 2.000 Menschen ihr Training den Menschen in Haiti – und spendeten (mindestens) 1 Euro pro Kilometer. Inzwischen sind fast 40.000 Euro an Spenden eingegangen und es wird Zeit für ein Fazit. Eins vorab: Es geht mir hier nicht um “fishing for compliments”, sondern darum, ein paar persönliche Gedanken zur Aktion festzuhalten.

Als ich vor gut zwei Wochen die Idee zu diesem dezentralen Spendenlauf hatte und die Website run4haiti.de entwarf, hatte ich die Hoffnung, damit die im Netz aktive “Laufszene” zu erreichen und einige Tausend Euro zu sammeln. Dass die Aktion aber eine solche Eigendynamik entwickeln würde, hätte ich nicht erwartet. Ich glaube, der RUN4HAITI hat gezeigt, dass es häufig nur eines kleinen Anstosses bedarf, um einen Stein ins Rollen zu bringen. Es braucht nicht immer große Spenden-Galas mit Promi-”Schaulaufen”, um etwas in Bewegung zu setzen. Die Aktion hat mir zudem bewusst gemacht, welche verbindende, positive Kraft der Laufsport haben kann – und welches Privileg es ist, laufen zu können. Es geht im Leben eben nicht nur um Rekorde oder persönliche Bestzeiten.

Ein herzliches Dankeschön allen Teilnehmern und Sponsoren! Auch den vielen Helfern im Hintergrund gilt mein Dank, neben vielen anderen insbesondere Jutta Reinke für die großartige Unterstützung nicht nur bei der Pressearbeit, Dirk Sundermann für Kontakte und Ideen, Dieter Sternberg für Banner und Startnummern und dem Jugendgästehaus Aasee für die Gastfreundschaft.

Der RUN4HAITI war eine zeitlich begrenzte Aktion und trotz der großartigen Spendenbereitschaft nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Schon in wenigen Wochen wird Haiti aus den Medien wieder verschwunden sein – und damit wohl leider auch aus unseren Köpfen. Aber vielleicht kann aus dieser Aktion ja etwas Dauerhaftes entstehen – Meinungen, Vorschläge und Ideen dahingehend sind mir sehr willkommen!


Wie für viele Hundert andere Läufer aus Westfalen begann auch für mich heute die Straßenlauf-Saison 2010 mit dem ersten Teil der traditionellen Winterlaufserie in Hamm.

Ich fuhr mit eher gedämpften Erwartungen hin – in den letzten Tagen hatte ich deutlich zu wenig Schlaf bekommen (RUN4HAITI geht vor) und auch nicht nach Plan trainiert (Schmerzen am Schienbeinknochen). Vorgenommen hatte ich mir deshalb eine Zeit um 38:00.

Die ersten Kilometer waren dann zwar schnell (3:30, 3:35, 3:38), fühlten sich aber sehr schwerfällig an. Erst ab der 5 km-Marke (18:30) lief es runder und sogar eine 36er-Zeit war plötzlich in Sichtweit. Aber mir fehlte irgendwie der Antrieb, mich so richtig zu quälen. Zwar gab ich auf dem letzten Kilometer dann doch nochmal alles, aber mit 37:08 verpasste ich die 36 vor dem Doppelpunkt. Trotzdem: Mit einer neuen Bestzeit (um fast 30 Sekunden!) hatte ich heute wirklich nicht gerechnet, und bin entsprechend zufrieden!

Jetzt werde ich nochmal ein paar Tage einen Gang runterschalten, um die Schienbein-Probleme endgültig loszuwerden. Und dann fängt auch bald die “heiße Phase” der Vorbereitung auf den NYC-Halbmarathon an!



Die UN sprechen nach dem Erdbeben auf Haiti von der größten Katastrophe, mit der sie es je zu tun hatten. Die Zahl der Toten wird mittlerweile in Hunderttausenden gezählt. Viele haben sicherlich schon gespendet, aber mit dem dezentralen Spendenlauf RUN4HAITI möchte ich erreichen, dass es noch mehr werden.

So funktioniert die Aktion:

  • Du meldest dich auf RUN4HAITI als Spendenläufer an
  • Du läufst am 31.01. eine möglichst weite Strecke – egal wo!
  • Du spendest danach für jeden Kilometer 1 Euro an die Aktion Deutschland Hilft

Alle Spenden gehen direkt und zu 100% an die Aktion Deutschland Hilft, dem Bündnis deutscher Hilfsorganisationen.

Meine Bitte an euch: Lauft mit, helft mit, begeistert Freunde und Bekannte für diese Aktion. Wer sich bewegt, kann etwas bewegen!


Statt des medial gehypten Schnee-Chaos stand für mich heute Schnee-Cross auf dem Programm: Der Steinfurter Crosslauf sollte ein erster Formtest werden und wurde angesichts von tiefem Schnee und einigen knackigen Steigungen auch ein gutes Kraft- und Koordinationstraining.

Nach zügigem Start fand ich mich in einer Verfolgergruppe wieder, die sich schnell auseinanderzog. Ich lief lange Zeit an siebter Position, musste an einer der beiden Steilpassagen aber zwei Läufer passieren lassen. Nach knapp 9 durchaus kräftezehrenden Kilometern kam ich als 9. in 34:19 min ins Ziel. Damit bin ich absolut zufrieden!

Steinfurter Crosslauf 10.01.10 - 34:19 min, Platz 9 - Gut zu erkennen, wo die Steigungen waren

Weiterlesen »


New York Calling

07.01.2010  •  Training

2

Gestern Abend kam die Teilnahme-Bestätigung für den New York City Halbmarathon am 21. März! Flug (18.-25. März) und Unterkunft (Kolping House; günstig und super Lage) sind auch schon gebucht, jetzt fehlt nur noch die Bestform. Aber daran werde ich in den nächsten Wochen arbeiten!